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Herzerfrischendes Tempo
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Mo, 12.07.10 08:22:21 Zitat
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Philipp Maurer (Mitte) zeigte einen starken Einstand beim Regionalligisten TSB Horkheim. Der Youngster überzeugte durch seine Schnelligkeit und warf auch einige schöne Tore.Foto: Marc Schmerbeck

Zum ersten Mal hat der TSB Horkheim in dieser Saison seine Muskeln spielen lassen. Und es war ein Kräftemessen auf Augenhöhe am Samstag gegen den Bundesliga-Aufsteiger TSG Friesenheim. Ansatzweise war zu sehen, was in der Mannschaft und auch in den Neuzugängen steckt. Überbewertet sollte das 30:30-Unentschieden des Drittligisten gegen den Erstligisten nicht werden. Es war nur ein Testspiel. Ein Freundschaftsspiel, in dem sogar ein Sieg möglich gewesen wäre.

Denn Ende der zweiten Halbzeit hatten die Horkheimer beim Stand von 27:24 sogar drei Tore Vorsprung. Und mit dem Schlusspfiff verwarf Matthias Polifka noch einen Siebenmeter. "Es hat sich schon in der ersten Woche gezeigt, dass es wohl auch charakterlich in der Mannschaft passt", sagte Horkheims Trainer Volker Blumenschein.

Ersatzgeschwächt

Ehrlicherweise muss aber auch gesagt werden, dass die Friesenheimer ersatzgeschwächt angetreten waren. Die kompletten Linkshänder waren angeschlagen und nicht mit von der Partie. Und auch der Unterländer Benjamin Matschke, in der zweiten Liga einer der treffsichersten TSG-Spieler, hatte nur einen Kurzauftritt. "Er hat Schulterprobleme und konnte nicht werfen", sagte Trainer Thomas König.

Auf der anderen Seite sorgten Königs Sohn Jan auf Linksaußen und Philipp Maurer auf Rechts für eine neue Frische beim TSB Horkheim. "Die beiden sind wahnsinnig schnell und haben herzerfrischend gespielt", sagte Blumenschein. Er gab jedem seiner Spieler viel Einsatzzeit. Vor allem in Halbzeit zwei taute Maurer immer mehr auf und warf auch immer wieder schöne Tore. "Ich bin aber kein Freund davon, so junge Spieler zu früh zu loben", sagte Blumenschein. "Die haben sicher irgendwann ein Loch. Aber man konnte sehen, was in ihnen steckt. Und man sieht, dass sie Talent haben, das wir hegen und pflegen müssen."

Sie spielten im Wechsel mit den beiden etablierten Kai Hermann (rechts) und Michael Kaupert. "Die zwei Jungen können durch ihre Schnelligkeit wichtig sein", sagt Blumenschein. "Wir haben in der vergangenen Saison zu wenige Tore bei Gegenstößen erzielt." Die beiden anderen Neuen, Felix Günthner und Damir Marjanovic, zeigten ebenfalls, dass sie dem Team helfen können. "Die passen auch charakterlich", sagt Torhüter Timo Hirschmann. "Felix hinterließ am Kreis und in der Abwehr einen guten Eindruck." Als sehr ballsicher empfand Blumenschein seinen Neuen am Kreis. "Er hat immer sicher gefangen und auch in der Deckung stand er gut." Marjanovic fehlte zwar noch etwas die Bindung, doch auch bei ihm habe man die Fähigkeiten gesehen. "Er hatte einige schöne Anspiele und genau das gemacht, was wichtig ist für einen Neuen. Er hat diszipliniert und sicher gespielt", sagte Blumenschein. Überhaupt war er mit dem ersten Auftritt seiner Mannen zufrieden. "Wir haben wenige technische Fehler gemacht, das war wichtig. Bisher macht es auch im Training Spaß. Das ist klasse. Es herrscht eine sehr gute Grundstimmung im Team."

Zuversicht

Zuversichtlich blickt König auf die erste Bundesliga-Saison für sein Team. "Es wird schwer, aber ich denke, wir können den Klassenerhalt schaffen", sagte König. "Aber im rechten Rückraum müssen wir noch etwas tun."

TSB Horkheim: Hirschmann, Honisch, Unser (alle Tor), Günthner (4), Maurer (4), Kaupert (2), Knoll (5/1), Kroll (3), Marjanovic (1), Hebel, Fähnle (5), Schumacher (1), König (1), Polifka (2), Hau (2).

TSG Friesenheim (beste Werfer): Grimm (8/2), Müller (4), Dietrich, Dissinger, Busterholz, Klinek (je 3).
 
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